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Mittwoch, 29. Februar 2012

Kiffen aus Angst vor anderen

Menschen, die unter sozialer Phobie leiden, entwickeln deutlich häufiger eine Cannabisabhängigkeit als gesunde Personen. In eine Studie wurde untersucht, unter welchen Bedingungen ängstliche Personen besonders häufig zum Joint greifen.
Quelle: Drugcom - Newsletter

Dienstag, 28. Februar 2012

Rotwein ist gesund?

Aus dem Newsletter der DHS: Na klar! Und die Erde ist eine Scheibe. Man muss nur genügend Daten fälschen. http://derstandard.at/1326466469056/Forschungsbetrug-Daten-ueber-gesundheitlichen-Nutzen-von-Rotwein-gefaelscht

Montag, 27. Februar 2012

Neue Repräsentativerhebung "Drogenaffinität Jugendlicher"

Vor zwei Wochen stellte die BZgA ihre neue Studie zum Drogenkonsum Jugendlicher vor. Die gute Nachricht: Der Anteil derjenigen Jugendlichen, die in ihrem Leben noch nie geraucht haben, lag 2011 höher als in jeder anderen Befragung der vergangenen dreißig Jahre. Und entscheidend: Auch die Raucherquoten unter Kindern und Jugendlichen sind auf einen historischen Tiefpunkt gefallen.
Nicht so gut sieht es beim Alkohol aus: Der regelmäßige Konsum unter 12-25Jährigen stieg im vergangenen Jahr um ca. 10 %. Das Einstiegsalter in den Alkoholkonsum sank erstmals seit vielen Jahren wieder, die 30-Tage-Prävalenz des Rauschtrinkens stieg unter den jungen Erwachsenen und auch das häufige Rauschtrinken (4x/Monat oder öfter) fand in dieser Altersgruppe wieder häufiger statt. Ebenso stieg die Lebenszeitprävalenz des Cannabiskonsums unter jungen Erwachsenen um ca. 10 % und auch die 30-Tage-Prävalenz sowie der regelmäßige Konsum von Cannabis nahm im zweistelligen Prozentbereich zu.  Alles in allem: Trotz geringen Medieninteresses große Erfolge in der Tabakpolitik, trotz unablässiger Berichterstattung zum „Komasaufen“ eine negative Trendwende auf ohnehin extrem negativem Niveau. Den vollständigen Bericht erhalten Sie unter http://www.dhs.de/index.php?id=278&rid=t_21747&mid=95&aC=1919da7c&jumpurl=15.
Quelle: Newsletter der DHS


Montag, 13. Februar 2012

Künstliche Intelligenz gegen Drogenkonsum

US-Wissenschafter arbeiten derzeit an einer Technologie, die in der Lage ist, aufkommendes Verlangen nach Drogen festzustellen und sofort einzugreifen, um den Drogenkonsum zu verhindern. Edward Boyer und sein Team von der University of Massachusetts Medical School in den Vereinigten Staaten entwickeln im Rahmen des Projektes "iHeal" dafür ein Multimedia-Gerät, das eine innovative Kombi nation sogenannter 'enabling technologies' darstellt. Erste Daten und wesentliche Erkenntnisseerscheinen nun online im "Journal of Medical Toxicology"

Dienstag, 7. Februar 2012

Freigabe von Cannabis-Clubs

Quelle: Presseseite des deutschen Bundestags:

Insgesamt neun Experten standen den Mitgliedern des Gesundheitsausschusses in der eineinhalbstündigen Befragung Rede und Antwort. Im Zentrum stand dabei vor allem das Für und Wider der möglichen Einführung von Cannabis-Clubs. Laut Linksfraktion sollen sie im Gesetz explizit als Möglichkeit genannt werden, den Eigenanbau der Cannabis-Pflanze an Außenstehende zu übertragen. Die Fraktion fordert, die Clubs als eingetragene Vereine zu organisieren, die überwiegend keine wirtschaftlichen Interessen verfolgen. Der Zugang zu den Räumlichkeiten solle dabei ausschließlich namentlich bekannten, volljährigen Mitgliedern gestattet sein.
Professor Dr. Rainer Thomasius vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf gab eingangs zu bedenken, dass „kein Zweifel“ daran bestünde, dass Cannabis zu einer „physischen und psychischen Abhängigkeit“ führe. Bei zehn Prozent aller Cannabis-Konsumenten in Deutschland bestehe eine körperliche Abhängigkeit.
Oberstaatsanwältin Hannelore Biniok von der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main pflichtete ihrem Vorredner bei. Nach Ansicht der Juristin sei eine Legalisierung des Besitzes von bis zu 30 Gramm Cannabiserzeugnissen „nicht angezeigt“. „Das Festhalten des Gesetzgebers an der Verbotsentscheidung in Bezug auf Cannabis erscheint umso mehr geboten, da in den letzten Jahren bei illegalen Cannabisprodukten im Wege genetischer Umformung (Züchtung) kontinuierlich der Wirkstoffgehalt an THC (Tetrahydrocannabinol) intensiviert wurde“, heißt es in der Stellungnahme der Generalstaatsanwaltschaft.
Der Vertreter der Deutschen Gesellschaft für Suchtmedizin e.V., Hans-Günther Meyer-Thompson sagte, dass „ein Blick in die Kinder- und Jugendpsychiatrie dazu geführt“ habe, dass man „Cannabis neu bewerten“ müsse. „Durch fortgesetzte Kriminalisierung hat sich ein neuer Markt aufgetan“, erklärte er. „Die Händler steigern den Gehalt an THC“ mit einer neuen „Gewächshausgeneration“.
Der Wirkstoffgehalt sei bereits auf „einen Gehalt von mehr als zehn Prozent THC“ in Cannabispflanzen und –erzeugnissen gestiegen, führte Dr. Rainer Dahlenburg, Apotheker für experimentelle Pharmakologie und Toxikologie beim Bundeskriminalamt, weiter aus. Im Straßenverkehr relevante Ausfallerscheinungen würden bei den Konsumenten bereits bei nur einem Nanogramm THC im Blut eintreten, sagte er. Das entspreche 0,5 Promille Alkohol im Blut.
Dagegen vertrat Dr. Raphael Gaßmann von der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) e.V. die Auffassung, dass es schwer sei, einen Vergleich zwischen Cannabis und Alkohol zu ziehen. Während Alkohol aggressiv mache, würden Cannabis-Konsumenten „ruhig und entspannt“ werden.
„Der Schwarzmarkt verhindert die Kontrolle, sowohl der Quantität als auch der Qualität“, sagte Dr. Nicole Krumdiek von der Universität Bremen. Außerdem würde das Cannabis-Verbot den Handel und den Konsum synthetischer Kräutermischungen als Cannabis-Ersatz fördern.
Der Vertreter des Deutschen Hanf Verbands, Georg Wurth, stellte heraus, dass in Deutschland zwar in allen Bundesländern der Besitz von sechs Gramm Cannabis straffrei sei (in manchen Bundesländern sind sogar bis zu 15 Gramm Besitz geduldet), in manchen Bundesländern jedoch schon beim Besitz von zwei Gramm Haus- und Körperdurchsuchungen durchgeführt würden. Davor müsse man die Konsumenten, die zumeist sehr jung seien, schützen, sagte er weiter.
Staatsanwalt Jörn Patzak aus Trier entgegnete den Befürwortern der Legalisierung, dass Cannabis weiterhin eine Einstiegsdroge sei. „Fast jeder, der später Kokain oder ähnliches
konsumiert, hat mit Cannabis angefangen“, warnte er.
In Holland sind die „Coffeeshops gut geführt, sie halten sich an die Regeln“, sagte Rolf Hüllinghorst, ehemaliger Geschäftsführer der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) e.V. Das sei nicht das Problem. Problematisch sei aber die Einhaltung des Jugendschutzes, erklärte er. Denn die Cannabis-Clubs dürften erst ab einem Mindestalter von 18 Jahren betreten werden. Das müsse zuverlässig kontrolliert werden.

Montag, 6. Februar 2012

Einführung von Cannabis-Clubs

Berlin: (hib/VER) Mit der Forderung nach Legalisierung des Cannabiskonsums in so genannten Cannabis-Clubs hat sich der Gesundheitsausschuss in einer öffentlichen Anhörung am Mittwochnachmittag beschäftigt. Anlass war ein Antrag der Fraktion Die Linke (17/7196), mit dem die Abgeordneten erreichen wollen, den Besitz von bis zu 30 Gramm Cannabiserzeugnissen zum Eigengebrauch zu legalisieren. Während laut Vorlage der Handel mit Cannabispflanzen und -produkten weiterhin untersagt bliebe, würde der Eigenanbau von Cannabispflanzen erlaubt.
Insgesamt neun Experten standen den Mitgliedern des Gesundheitsausschusses in der eineinhalbstündigen Befragung Rede und Antwort.