Mittwoch, 29. Juni 2016

Frage an Pluspunkt: Wie viele Wochen vor der Untersuchung sollte man denn mit dem Trinken aufhören oder zumindest den Konsum ein wenig einschränken?

 Diese Frage ist nicht pauschal zu beantworten, sondern nur individuell. Je nachdem, wie der frühere Umgang mit Alkohol ausgesehen hat, wird es mehr oder weniger „weitreichende“ Gegenmaßnahmen benötigen, um das Ganze wieder in den Griff zu bekommen. Es kann sein, dass Abstinenz erforderlich ist, das gilt aber sicher nicht für jeden Betroffenen. Es macht auch keinen Sinn, einfach zu behaupten, „Ich trinke nie wieder einen Tropfen Alkohol.“

Wichtig ist: Wer aufgrund einer Trunkenheitsfahrt die Fahrerlaubnis verloren hat, sollte sich zur Frage seines zukünftigen Umgangs mit Alkohol in jedem Fall frühzeitig fachlichen Rat bei TÜV SÜD Pluspunkt (www.tuev-sued.de/pluspunkt), einholen. Die richtige Lösung für den künftigen Umgang mit Alkohol bedarf in jedem Einzelfall einer sauberen fachlichen Diagnostik, welche wir z.B. im Rahmen eines Beratungsgespräches oder einer Maßnahme zur Förderung der Fahreignung anbieten. Und auch die Änderung der Trinkgewohnheiten ist keine Sache, die  sich zu Hause im stillen Kämmerlein vier Wochen vor der MPU klären lässt. Sofern sich - allerdings auch nur dann - im Beratungsgespräch allerdings eine Abstinenznotwendigkeit ergibt, zum Beispiel wegen Alkoholabhängigkeit, ist es erforderlich, die Alkoholabstinenz hieb- und stichfest nachzuweisen. Das geschieht mit Hilfe eines Abstinenz-Checks an einer anerkannten Stelle wie z.B. einer MPU-Begutachtungsstelle. Erforderlich sind - Achtung!!!!: nur wenn Abstinenz notwendig und sinnvoll ist - mindestens vier Urinkontrollen innerhalb von sechs Monaten, in der Regel sind aber eher sechs Urinkontrollen in zwölf Monaten nachzuweisen. Wichtig: Der Abstinenznachweis funktioniert nur mit einem solchen Kontrollprogramm, mit den sogenannten „Leberwerten“ geht das nicht.

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