Montag, 29. Februar 2016

Zahl der Verkehrstoten 2015 um 2,9 % gestiegen

WIESBADEN – 3 475 Menschen starben im Jahr 2015 auf deutschen Straßen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen weiter mitteilt, waren dies 98 Getötete oder 2,9 % mehr als im Jahr 2014. Damit stieg die Zahl der Verkehrstoten das zweite Jahr in Folge an. Im Jahr 2013 war mit 3 339 Verkehrsunfalltoten der niedrigste Stand seit 1950 erreicht worden. Die Zahl der Personen, die schwer oder leicht verletzt wurden, erhöhte sich 2015 gegenüber dem Vorjahr um 1,1 % auf etwa 393 700. 
Die Gesamtzahl der polizeilich aufgenommenen Unfälle nahm im vergangenen Jahr ebenfalls zu und lag bei rund 2,50 Millionen (+ 4,2 %). Dabei stieg die Zahl der Unfälle mit ausschließlich Sachschaden um 4,6 % auf 2,20 Millionen, die Zahl der Unfälle mit Personenschaden um 1,1 % auf rund 305 900 an. 


Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes Nr. 060 vom 25.02.2016: Zahl


https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2016/02/PD16_060_46241.html;jsessionid=228060769365703E3D02F48D2E9FCA0C.cae4

Mögliche Ergebnisse eines MPU - Gutachtens


Nachdem die MPU absolviert wurde, gibt es drei Möglichkeiten, wie das Gutachten ausfallen kann: Die MPU endet mit einem positiven Gutachten, das heißt, dass kein erhöhtes Wiederholungsrisiko mehr besteht und es den Führerschein zurückgibt. Die MPU kann aber auch mit einem negativen Gutachten enden. Der Teilnehmer muss dann weitere Schritte unternehmen, um sein Wiederholungsrisiko zu senken und kann dann die MPU erneut machen. In manchen Fällen endet die MPU mit einem Gutachten mit Nachschulungsempfehlung. In diesem Fall erhält der Kandidat nach Absolvierung eines anerkannten Nachschulungskurs (so genannte § 70-Kurse) den Führerschein ohne weitere Prüfung zurück. Diese Kurse sind nachgewiesenermaßen sehr erfolgreich, weil sie die Rückfallgefährdung nachhaltig senken. Selbst bei wiederholt alkoholauffälligen Fahrern lag die die Rückfallquote lediglich 6,8% über einen Zeitraum von 3 Jahren.

Hilfen auf dem Weg zum Führerschein

Bier. Braukunst und 500 Jahre deutsches Reinheitsgebot



Vom 19. Februar bis zum 24. Juli 2016

Am 23. April ist der Tag des Deutschen Bieres, denn 1516 wurde an diesem Datum das Reinheitsgebot für Bier mit der Verkündung einer neuen Landesordnung in Bayern erlassen. Später wurde es auf ganz Deutschland ausgeweitet und ist heute das älteste noch gültige Lebensmittelgesetz. Passend zum 500-jährigen Jubiläum des Gesetzes präsentiert das TECHNOSEUM ab dem 19. Februar 2016 die Sonderausstellung „Bier. Braukunst und 500 Jahre deutsches Reinheitsgebot“. Die Schau zeigt den Besucherinnen und Besuchern nicht nur wie Bier im Lauf der Jahrhunderte hergestellt, sondern auch wie es in der Werbung inszeniert wurde und welche Bedeutung es als Imagefaktor für die Bundesrepublik bis heute noch hat. Auch die Aspekte Rausch und Sucht sowie Alkoholprävention sind Themen der Schau.

 

Glyphosatmenge in ausgewählten Biersorten

Gemessene Glyphosatmenge in ausgewählten Biersorten (Münchner Umweltinstitut).


http://www.heute.de/muenchner-umweltinstitut-stellt-glyphosat-in-bier-fest-42422952.html

Wie man den Schein wiederbekommt:


Die Fahrerlaubnis muss bei der lokal zuständigen Verwaltungsbehörde neu beantragt werden. Diese Behörde entscheidet anhand klarer, in der Fahrerlaubnisverordnung festgelegter Kriterien, ob eine MPU vor der Neuerteilung erforderlich ist. Wenn eine MPU fällig wurde und der Betroffene diese erfolgreich absolviert hat, muss er das positive Gutachten bei der zugehörigen Stelle einreichen und bekommt seine Fahrerlaubnis zurück. Bundesweit gibt es 14 Träger solcher Begutachtungsstellen für Fahreignung und mehr als 250 amtlich anerkannte Stellen, die nach einheitlichen Beurteilungskriterien arbeiten.
Hilfen auf dem Weg zum Führerschein gibt es hier:

Freitag, 26. Februar 2016

3475 - Unzahl des Tages

Pressemeldung des Deutschen Verkehrssicherheitsrats (DVR): „Wir müssen den Schalter umlegen“
Unfallbilanz 2015: Anstieg bei den Getöteten um 2,9 Prozent
Bonn, 25. Februar 2016 (DVR) – Nach den heute veröffentlichten vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) sind im vergangenen Jahr 3.475 Menschen im Straßenverkehr ums Leben gekommen. Das sind 98 Todesopfer mehr als im Vorjahr. 393.700 Verkehrsteilnehmer wurden verletzt, ein Anstieg um 1,1 Prozent.
„Die Zahlen der im Straßenverkehr Getöteten und Verletzten haben nach 2014 leider auch 2015 zugenommen. Sie sind ein Alarmzeichen dafür, ....

Donnerstag, 25. Februar 2016

Fakten - wer muss zur MPU?


Wer zur MPU muss: In der Regel kommt es zu einer MPU, nachdem die Fahrerlaubnis von einem Strafgericht oder von der Führerscheinbehörde entzogen und für eine bestimmte Frist gesperrt wurde. Gründe für einen Entzug des Führerscheins sind Alkoholfahrten mit mehr als 1,6 Promille (in einigen Bundesländern aufgrund einer geänderten Rechtsprechung bereits ab 1,1 Promille), mehrfache Alkoholauffälligkeiten, Fahrten unter Drogeneinfluss oder mehr als 8 Punkte im Verkehrszentralregister in Flensburg. Auch auf dem Fahrrad ist die MPU fällig, wenn ein Promillewert von mehr als 1,6 erreicht ist.
Hier geht gibt es Informationen zur optimalen Vorbereitung



Mittwoch, 24. Februar 2016

MPU - Vorbereitung? Schau doch mal nach bei der BASt,...


..der Bundesanstalt für Straßenwesen

http://www.bast.de/DE/FB-U/Fachthemen/MPU/qualitaetssicherung.html?nn=689246

oder bei TÜV SÜD Pluspunkt

www.tuev-sued.de/Pluspunkt



Muss der Führerschein "neu" gemacht werden, wenn er länger als 2 Jahre entzogen war?


Eine weiterhin häufig gestellt Frage: muss ich den Führerschein neu machen, wenn er 2 Jahre entzogen war? In den meisten Fällen verzichtet die Behörde auf die Forderung nach einer neuen theoretischen und Praktischen Prüfung, sofern – und das ist die Einschränkung – es keine Hinweise auf fehlenden Kenntnisse und Fähigkeiten gibt. Ob im Einzelfall aber doch eine Prüfung gefordert wird (z.B. weil der Führerschein mehrere Jahre entzogen war) kann nur die Behörde beantworten…

Dienstag, 23. Februar 2016

Alkohol – Interlock – häufige Fragen II






  Alkohol – Interlock – häufige Fragen II

 
Warum brauchen wir AI zusätzlich zum herkömmlichen System?

• Alkoholfahrten stellen in Deutschland trotz des bestehenden erfolgreichen Maßnahmenkatalogs unverändert ein ernstes Verkehrssicherheitsproblem dar.
• Die Betroffenen können sehr frühzeitig nach der Alkoholauffälligkeit einer seriösen von erfahrenen Verkehrspsychologen geleiteten Rehabilitationsmaßnahme zugeführt werden und sich unmittelbar aktiv mit ihrem Trink-(Fahr-)Problem auseinandersetzen.
• Durch die Teilnahme am Programm wird die Mobilität von alkoholauffälligen Fahrern früher wiederhergestellt, so dass auch die sozial desintegrativen Wirkungen des Fahrerlaubnisentzugs (z.B. Arbeitsplatzverlust) reduziert werden.
• Der Erhalt von Arbeitsplätzen ist volkswirtschaftlich von enormen Nutzen.
• Die Funktion des Fahrerlaubnisentzugs als Maßregel der Sicherung wird nur unzureichend erfüllt. Untersuchungen zeigen, dass in Abhängigkeit von der Besiedelungsdichte zwischen 30 und 88% der alkoholauffälligen Ersttäter ohne Fahrerlaubnis fahren und somit ein enormes Verkehrssicherheitsrisiko darstellen.
• In Kombination mit einer Rehabilitationsmaßnahme wird zusätzliche die präventive Funktion der Maßregel im Sinne der Besserung gestärkt.


 

 


 

Montag, 22. Februar 2016

Sag bei der MPU bloß nicht, dass du noch Alkohol trinkst

ACHTUNG!!!!  Nicht alle alkoholauffälligen Fahrer müssen Alkoholabstinenz einhalten und diese deshalb auch bei der MPU nachweisen. Nur Klienten mit einer Abhängigkeit oder dauerhaft fehlender Trinkkontrolle müssen den Verzicht auf alkoholischen Getränken stichhaltig belegen. Sonst ist ein kontrollierter Umgang mit Alkohol das Mittel der Wahl. In diesem Fall genügt die Bestimmung von Leberwerten.

Welcher Umgang mit Alkohol im individuellen Fall notwendig, sinnvoll und bei der Begutachtung gefordert wird (Kontrollierter Alkoholkonsum oder Abstinenz), erfährt man bei einer individuellen Beratung oder im Rahmen einer anerkannten Maßnahme:  www.tuev-sued.de/pluspunkt


Für den Fall, dass Abstinenz erforderlich ist, erfolgt der Nachweis mit Urinkontrollen oder einer Haaranalyse. Bei beiden Verfahren wird Urin oder die Haarprobe auf Ethylglucuronid (EtG) geprüft, das nur nach vorausgegangenem Alkoholkonsum nachgewiesen werden kann. Fehlt dieses Stoffwechselprodukt im Urin oder in den Haaren, dann kann man auf Abstinenz schließen. Für die Dokumentation eines halben Jahres müssen vier, für ein Jahr sechs EtG-Bestimmungen im Urin erfolgen. Eine Haaranalyse auf EtG ist jedoch nur für einen Zeitraum von drei Monaten verwertbar, da sich das EtG beim Haarewaschen so weit verdünnt, dass länger zurückliegender Konsum nicht mehr sicher nachweisbar ist. Will man also Alkoholabstinenz mit Haaranalysen nachweisen, sind für ein halbes Jahr 2 Haaranalysen und für ein ganzes Jahr 4 Haaranalysen erforderlich.
 
 

Alkohol – Interlock – häufige Fragen I




Wie funktioniert eine Alkoholwegfahrsperre oder Alkohol-Interlock (AI)?

Alkohol - Interlocks sind atemalkoholgesteuerte Wegfahrsperren, die fest im Kraftfahrzeug installiert werden. Vor jeder Zündung des Motors muss der Fahrer eine Atemprobe in ein Atemalkoholmessgerät abgeben. Durch ein Zentralgerät unter dem Armaturenbrett wird die Stromzufuhr zum Anlasser-Relais des Fahrzeugs frei geschaltet oder blockiert (Sperre = Interlock) je nachdem ob die Atemalkoholmessung ein negatives oder positives Ergebnis hatte.

Donnerstag, 18. Februar 2016

Wie ist das mit Punkten?


Wie ist das mit Punkten in Flensburg? Seit dem 1. Mai 2014 gilt das neue Fahreignungsbewertungssystem. Es ersetzt das bisherige Verkehrszentralregister ab. Es gibt jetzt nur noch 3 Punktekategorien. Einen Punkt gibt es für schwere Ordnungswidrigkeiten, 2 Punkte für besonders schwere Ordnungswidrigkeiten und Straftaten ohne Entzug der Fahrerlaubnis und drei Punkte für Straftaten mit Entzug der Fahrerlaubnis. Es gibt feste Tilgungsfristen. Die frühere Tilgungshemmung entfällt, d.h. dass ein neuer Verstoß nicht mehr dazu führt, dass ein bereits eingetragener Verstoß länger gespeichert bleibt. Es gibt drei Maßnahmenstufen und von 1-3 Punkten eine Vormerkung. Mit 4-5 Punkten sendet die Fahrerlaubnisbehörde auf der ersten Maßnahmenstufe eine Ermahnung, mit 6 bis 7 Punkten folgt eine Verwarnung und bei 8 oder mehr Punkten erfolgt der Entzug der Fahrerlaubnis. Neu ist das Fahreignungsseminar. Bei einem Punktestand von 1-5 kann ein Punkt abgebaut werden. Weitere Infos gibt es hier: www.tuev-sued.de/pluspunkt/fahreignungsseminar/punkteabbau

Mittwoch, 17. Februar 2016

MobilPLUS -Prävention zunehmend von Gerichten anerkannt


Verkehrspsychologische Maßnahmen wie “MobilPLUS-Prävention” werden zunehmend zur Ausnahme vom Fahrverbot von Gerichten anerkannt. Laut Zeitschrift für Schadensrecht 3/2014zeigt sich eine“...klare und begrüßenswerte Tendenz, Das Bemühen des Betroffenen zur Vermeidung der Denkzettelfunktion eines Urteils mit Fahrverbot durch Teilnahme an einer Einzelmaßnahme sorgt....dafür dass das Fahrverbot wegfällt, reduziert wird oder gegen Erhöhung der Geldbuße wegfällt” Mit dem Modell „MobilPLUS - Prävention“ liegt ein Schulungsmodell zur wirksamen Prävention verkehrsgefährdenden Verhaltens bei drohendem Fahrverbot vor. Hier erfahren Sie mehr http://www.tuev-sued.de/pluspunkt/ausnahme-vom-Fahrverbot

Dienstag, 16. Februar 2016

Welche Alkoholgrenzwerte gibt s für Fahranfänger?


Für Fahranfänger in der Probezeit bzw. für alle Kraftfahrer unter 21 Jahren gilt ein absolutes Alkoholverbot gemäß § 24c des StVG. Dies bedeutet, dass eine Verurteilung erfolgt, wenn ein Kraftfahrzeug „unter der Wirkung eines alkoholischen Getränks“ geführt wird. Nach der Rechtsprechung (AG Langenfeld ZfS 2011) ist diese Voraussetzung nur erfüllt bei Vorliegen einer Atemalkoholkonzentration von mindestens 0,1 Promille bzw. einer Blutalkoholkonzentration von mindestens 0,2 Promille. Bei einem Verstoß gegen diese Vorschrift wird ein Bußgeld von 250 Euro verhängt sowie 2 Punkte im Verkehrszentralregister eingetragen. Außerdem handelt es sich um eine schwerwiegende Zuwiderhandlung im Rahmen der Fahrerlaubnis auf Probe, weshalb ein Aufbauseminar angeordnet wird und sich die Probezeit auf 4 Jahre verlängert. Bei der Missachtung des Alkoholverbots für Fahranfänger wird jedoch weder ein Fahrverbot verhängt noch eine medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) angeordnet.

 
Quelle: ADAC

Hier geht es zu den Besonderen Aufbauseminaren:
www.tuev-sued.de/pluspunkt/fuehrerschein_behalten

Montag, 15. Februar 2016

0,3 Promille und der Führerschein


Ab einer Blutalkoholkonzentration von 0,3 ‰ ist es möglich, sich wegen einer Trunkenheitsfahrt strafbar zu machen, wenn relative Fahruntüchtigkeit vorliegt. Voraussetzung hierfür ist, dass alkoholbedingte Ausfallerscheinungen oder Fahrfehler wie z.B. das Fahren in Schlangenlinien feststellbar sind. Ist das nicht der Fall, bleibt eine Fahrt zwischen 0,3 und 0,49 ‰ folgenlos. Liegt eine relative Fahruntüchtigkeit vor, dann  werden bei erstmals auffälligen Fahrern  Geldstrafen von mindestens 30 Tagessätzen (= ein Monatsnettogehalt) verhängt. Außerdem wird die Fahrerlaubnis
für die Dauer von etwa 9 bis 15 Monaten entzogen. Kommt es zu einem alkoholbedingten Unfall, so erhöht sich die Geldstrafe und die Dauer der verhängten
Sperrfrist für die Wiedererteilung der Fahrerlaubnis; das gilt auch für den Wiederholungsfall.


Quelle: ADAC





Je nach Bundesland wird zum Teil bereits ab 1,1 Promille, in Einzelfällen aber auch schon ab 0,3 Promille eine MPU gefordert, mit der Begründung, dass jeder gerichtliche Entzug der Fahrerlaubnis als Missbrauch anzusehen ist.

Freitag, 12. Februar 2016

Muss der Führerschein "neu" gemacht werden, wenn er länger als 2 Jahre entzogen war?


Eine weiterhin häufig gestellt Frage: muss ich den Führerschein neu machen, wenn er 2 Jahre entzogen war? In den meisten Fällen verzichtet die Behörde auf die Forderung nach einer neuen theoretischen und Praktischen Prüfung, sofern – und das ist die Einschränkung – es keine Hinweise auf fehlenden Kenntnisse und Fähigkeiten gibt. Ob im Einzelfall aber doch eine Prüfung gefordert wird (z.B. weil der Führerschein mehrere Jahre entzogen war) kann nur die Behörde beantworten…