Montag, 15. Februar 2016

0,3 Promille und der Führerschein


Ab einer Blutalkoholkonzentration von 0,3 ‰ ist es möglich, sich wegen einer Trunkenheitsfahrt strafbar zu machen, wenn relative Fahruntüchtigkeit vorliegt. Voraussetzung hierfür ist, dass alkoholbedingte Ausfallerscheinungen oder Fahrfehler wie z.B. das Fahren in Schlangenlinien feststellbar sind. Ist das nicht der Fall, bleibt eine Fahrt zwischen 0,3 und 0,49 ‰ folgenlos. Liegt eine relative Fahruntüchtigkeit vor, dann  werden bei erstmals auffälligen Fahrern  Geldstrafen von mindestens 30 Tagessätzen (= ein Monatsnettogehalt) verhängt. Außerdem wird die Fahrerlaubnis
für die Dauer von etwa 9 bis 15 Monaten entzogen. Kommt es zu einem alkoholbedingten Unfall, so erhöht sich die Geldstrafe und die Dauer der verhängten
Sperrfrist für die Wiedererteilung der Fahrerlaubnis; das gilt auch für den Wiederholungsfall.


Quelle: ADAC





Je nach Bundesland wird zum Teil bereits ab 1,1 Promille, in Einzelfällen aber auch schon ab 0,3 Promille eine MPU gefordert, mit der Begründung, dass jeder gerichtliche Entzug der Fahrerlaubnis als Missbrauch anzusehen ist.

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