Montag, 22. Februar 2016

Sag bei der MPU bloß nicht, dass du noch Alkohol trinkst

ACHTUNG!!!!  Nicht alle alkoholauffälligen Fahrer müssen Alkoholabstinenz einhalten und diese deshalb auch bei der MPU nachweisen. Nur Klienten mit einer Abhängigkeit oder dauerhaft fehlender Trinkkontrolle müssen den Verzicht auf alkoholischen Getränken stichhaltig belegen. Sonst ist ein kontrollierter Umgang mit Alkohol das Mittel der Wahl. In diesem Fall genügt die Bestimmung von Leberwerten.

Welcher Umgang mit Alkohol im individuellen Fall notwendig, sinnvoll und bei der Begutachtung gefordert wird (Kontrollierter Alkoholkonsum oder Abstinenz), erfährt man bei einer individuellen Beratung oder im Rahmen einer anerkannten Maßnahme:  www.tuev-sued.de/pluspunkt


Für den Fall, dass Abstinenz erforderlich ist, erfolgt der Nachweis mit Urinkontrollen oder einer Haaranalyse. Bei beiden Verfahren wird Urin oder die Haarprobe auf Ethylglucuronid (EtG) geprüft, das nur nach vorausgegangenem Alkoholkonsum nachgewiesen werden kann. Fehlt dieses Stoffwechselprodukt im Urin oder in den Haaren, dann kann man auf Abstinenz schließen. Für die Dokumentation eines halben Jahres müssen vier, für ein Jahr sechs EtG-Bestimmungen im Urin erfolgen. Eine Haaranalyse auf EtG ist jedoch nur für einen Zeitraum von drei Monaten verwertbar, da sich das EtG beim Haarewaschen so weit verdünnt, dass länger zurückliegender Konsum nicht mehr sicher nachweisbar ist. Will man also Alkoholabstinenz mit Haaranalysen nachweisen, sind für ein halbes Jahr 2 Haaranalysen und für ein ganzes Jahr 4 Haaranalysen erforderlich.
 
 

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