Donnerstag, 24. März 2016

Positiver Drogenbefund nach Passivkiffen?

Studie zum Passivkiffen!

Laut Jörg Röhrich und seinem  Forschungsteam der Universität Mainz und der Universität Jena hätten zwar bisherige Studien  vereinzelt nachweisen können, dass auch passiv eingeatmeter Cannabisrauch bedeutsame THC-Konzentrationen im Blut erzeugen können. Allerdings seien diese Experimente unter teils extremen Bedingungen durchgeführt worden, beispielsweise indem man fünf Freiwillige in einen Kleinwagen gezwängt und die wenige Luft darin mit sechs abgebrannten Joints angereichert hat. Bis zu 6,3 ng/ml THC im Blut der passiv rauchenden Insassen waren die Resultate. Da wäre der Führerschein wohl futsch, ohne am Joint gezogen zu haben.

Da Röhrich setzten acht Personen - je....



....vier Männer und Frauen - die noch nie gekifft hatten, in einen Coffeeshop im niederländischen Maastricht. Drei Stunden mussten sie ausharren, während der Laden brummte. Bis zu 25 Personen waren in dem 84 Quadratmeter großen Raum gleichzeitig am kiffen. Zur Sicherheit wurden zusätzlich 8 Gramm Cannabis in einem Aschenbecher abgebrannt - um temporär besuchsarme Phasen zu kompensieren. Zu mehreren Messzeitpunkten wurde anschließend die THC-Konzentration in Blut und Urin gemessen.




Keiner erreicht Schwellenwert

Im Gegensatz zu den Ergebnissen früherer Studien konnten Röhrich und sein Forschungsteam keine ernsthaft erhöhten THC-Werte feststellen. Nach Angaben der Autorinnen und Autoren hatte keiner der Versuchspersonen den Schwellenwert von 25 ng/ml THC im Urin erreicht. Zu erwähnen ist noch, dass sich auch keiner der abstinenten Männer und Frauen bekifft gefühlt hatte.

Röhrich und sein Team kommen daher zu dem Schluss, dass sehr wahrscheinlich keine der Versuchspersonen bei einer Routinekontrolle der Polizei positiv auf Cannabis getestet worden wäre. Auch eine Blutanalyse hätte Werte von unter 1 ng/ml THC ergeben. Passivkiffen könne also nicht als Ausrede herhalten, wenn der Teststreifen anschlägt.

Quelle: www.drugcom.de

 

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